Was kostet eine Website in Österreich?
Stand: September 2026
Eine Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten, eigener Gestaltung und sauberer Auffindbarkeit liegt in Österreich meist zwischen 2.500 und 6.000 Euro. Mit Redaktionssystem, zweiter Sprache oder eigenen Funktionen zwischen 6.000 und 15.000 Euro. Dazu kommen jährlich etwa 150 bis 800 Euro für Domain, Hosting und Aktualisierungen. Ein Baukasten kostet weniger — bis zu dem Tag, an dem er nicht mehr reicht.
Warum die Seitenzahl fast nichts über den Preis sagt
Die häufigste Frage im ersten Gespräch lautet „Wie viele Seiten sollen es sein?". Sie ist fast bedeutungslos. Ob eine Seite fünf oder fünfzehn Unterseiten hat, macht wenige Stunden Unterschied, sobald der Aufbau einmal steht.
Den Preis bestimmen vier andere Dinge: ob es fertige Texte und Bilder gibt, ob die Gestaltung eigens entworfen oder eine Vorlage angepasst wird, ob die Seite etwas können muss außer informieren, und ob sie in mehreren Sprachen erscheint.
Der mit Abstand teuerste Posten steht in keinem Angebot: fehlende Inhalte. Ein Projekt, das vier Wochen dauern sollte, zieht sich über ein halbes Jahr, weil die Texte nicht kommen. Wer die Texte schreiben lässt, zahlt das auch — dafür wird die Seite fertig.
Preisspannen nach Art der Website
| Art | Spanne | Typischer Zeitraum |
|---|---|---|
| Baukasten, selbst eingerichtet | 0 € + 15 – 30 € pro Monat | ein Wochenende |
| Gekaufte Vorlage, von einer Agentur eingerichtet | 1.000 – 2.500 € | 2 – 3 Wochen |
| Firmenwebsite, eigene Gestaltung, 5 – 10 Seiten | 2.500 – 6.000 € | 4 – 8 Wochen |
| Mit Redaktionssystem, zweiter Sprache oder eigenen Funktionen | 6.000 – 15.000 € | 8 – 14 Wochen |
| Webanwendung, mit der gearbeitet wird | ab 15.000 € | ab 3 Monate |
Baukasten, WordPress oder eigener Code
Es gibt keine Antwort, die immer stimmt. Die drei Wege unterscheiden sich vor allem darin, wann die Kosten anfallen — am Anfang oder über die Jahre.
| Weg | Passt, wenn | Wird teuer, wenn |
|---|---|---|
| Baukasten | Sie eine Visitenkarte brauchen, sie selbst pflegen und keine eigenen Abläufe abbilden | Sie später umziehen wollen — Inhalte lassen sich meist nicht mitnehmen |
| WordPress | Sie oft selbst Inhalte ändern und jemanden haben, der Aktualisierungen einspielt | Erweiterungen sich gegenseitig blockieren oder eine davon nicht mehr gepflegt wird |
| Eigener Code | Die Seite schnell sein, gefunden werden und eigene Funktionen haben soll | Sie ohne Entwickler jede Kleinigkeit selbst ändern wollen |
Laufende Kosten, die oft übersehen werden
| Posten | Größenordnung |
|---|---|
| Domain .at | 15 – 25 € pro Jahr |
| Hosting einer vorab erzeugten Seite | 0 – 10 € pro Monat |
| Hosting mit WordPress | 10 – 30 € pro Monat |
| Verschlüsselungszertifikat | heute kostenlos, sollte nicht verrechnet werden |
| Aktualisierung von Erweiterungen | 300 – 800 € pro Jahr oder Wartungspauschale |
| Inhaltliche Änderungen | nach Aufwand oder als Kontingent |
Was den Preis senkt, ohne die Seite zu verschlechtern
- Texte und Bilder vollständig bereitstellen, bevor die Arbeit beginnt
- Auf ein Redaktionssystem verzichten, wenn Sie ohnehin selten etwas ändern — das spart Anschaffung und laufende Pflege
- Mit den Seiten beginnen, die Anfragen bringen; den Rest später nachziehen
- Vorhandene Fotos professionell nachbearbeiten lassen statt neu zu produzieren
- Die zweite Sprache erst aufsetzen, wenn die erste Anfragen bringt
Was in günstigen Angeboten regelmäßig fehlt
- Strukturierte Daten — ohne sie erscheinen Öffnungszeiten, Bewertungen und Leistungen nicht in der Suche
- Ein Einwilligungsbanner, das Messdienste tatsächlich erst nach Zustimmung lädt
- Impressum und Datenschutzerklärung, die zum Betrieb passen statt aus einem Generator zu stammen
- Geschwindigkeit auf dem Mobiltelefon — dort entscheidet sie über die Platzierung
- Eine Antwort auf die Frage, wem Domain und Zugänge nach Abschluss gehören
Wie Sie zwei Angebote vergleichbar machen
- Lassen Sie sich die Zahl der Arbeitstage nennen, nicht nur die Endsumme
- Fragen Sie, was eine Textänderung nach dem Start kostet und wie schnell sie kommt
- Klären Sie, ob Domain, Hosting und Zugänge auf Ihren Namen laufen
- Fragen Sie nach zwei Seiten, die der Anbieter gebaut hat, und messen Sie deren Ladezeit selbst
- Prüfen Sie, ob Suchmaschinenoptimierung enthalten ist oder als Zusatz verkauft wird
Häufige Fragen
- Reicht eine Seite bei Google My Business nicht aus?
- Für einen Betrieb, der ausschließlich vor Ort verkauft, kommt man damit weit. Sobald Sie erklären müssen, was Sie tun, oder Anfragen über das Internet bekommen wollen, fehlt der Platz dafür. Das Unternehmensprofil ersetzt die Website nicht, es verweist auf sie.
- Was kostet es, eine bestehende Seite zu überarbeiten?
- Das hängt davon ab, worauf sie gebaut ist. Eine gepflegte Seite lässt sich für einen Bruchteil auffrischen. Bei einer gekauften Vorlage mit vielen Erweiterungen ist ein Neuaufbau häufig günstiger als die Reparatur — und man weiß danach, was drinsteht.
- Warum ist eine schnelle Seite teurer?
- Ist sie nicht. Sie ist nur aufwendiger in der Vorbereitung. Wer statt einer Vorlage mit zwanzig Erweiterungen nur das baut, was die Seite braucht, hat weniger auszuliefern — und spart später bei jeder Änderung.
- Zahlt sich eine Website für einen kleinen Betrieb aus?
- Rechnen Sie es an Ihrem Auftragswert durch. Bringt die Seite im Jahr drei Aufträge, die Sie sonst nicht bekommen hätten, ist die Frage meist beantwortet. Bringt sie keinen, liegt das selten am Preis, sondern daran, dass sie nicht gefunden wird.
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